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Ghosting

Veröffentlich am 19.07.2019 Tags: #efficon #recruiting #ghosting

Hattet ihr schon mal Kontakt zu einem Menschen, der sich einfach in Luft aufgelöst hat und sich nicht mehr meldet? Was eher nach einem Dating-Phänomen der Tinder-Gesellschaft klingt, tritt häufig auch im Bewerbungsprozess auf. Die Ähnlichkeit zwischen Recruiting und Online-Dating nimmt offenbar immer mehr zu, denn sowohl bei der Suche nach einem Job als auch bei der Partnersuche wird hoch gepokert.

Wir suchen dich...nicht?!

Personalmanager nennen es Ghosting, wenn Bewerber plötzlich nicht mehr erreichbar sind und zum Vorstellungsgespräch oder am ersten Arbeitstag einfach nicht erscheinen. Umgekehrt besteht dieses Problem aber genauso: Bewerber beschweren sich über fehlende Eingangsbestätigungen, langatmige Entscheidungsprozesse oder Funkstille nach einem durchaus positiven Gespräch. Wenn man sich als Bewerber bezüglich des Prozesses informieren will, wird man entweder vertröstet oder der gewünschte Ansprechpartner ist zufällig gerade im Urlaub…seit 5 Wochen.

"Willst du was gelten, mach dich selten"

Sollten sich die Bewerber heutzutage einfach rar machen, weil sie (vor allem im IT-Bereich) dringend gesucht werden und sich eines von zehn Jobangeboten herauspicken können? Wir sagen nein! Denn Zuverlässigkeit wird nie aus der Mode kommen. Müssen im Umkehrschluss Bewerber nun damit rechnen, dass Personaler sie bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag vertrösten? Auch hier sagen wir nein. Beispielsweise kann man direkt nach einem Vorstellungsgespräch fragen, ob man für die Position qualifiziert ist und somit ein erstes Feedback einfordern. So stellt man zumindest sicher, dass es nicht an den eigenen Fähigkeiten liegt, wenn man kein Feedback bekommt. Außerdem kann es hilfreich sein, sich direkt über den weiteren Bewerbungsverlauf zu informieren. Gleichzeitig ist es als Unternehmen wichtig, dem Bewerber keine falschen Versprechungen zu machen und unrealistische Zeiten für Rückmeldungen anzugeben. Hier ist Transparenz gefragt. Oftmals ist ein fehlendes Feedback auch gar kein böswilliges Zeichen, sondern ein Mangel an interner Kommunikation.

Ist der Ruf erst ruiniert…

Die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Bewerbern umgehen, spiegelt sich natürlich auch im Image des Arbeitgebers wider. Eine schlechte Bewertung bei Kununu ist im Handumdrehen verfasst und auch ein unschöner Kommentar bei Facebook, Instagram und Co. kann ganz leicht einen Shitstorm auslösen. Bewerber berichten demnach oft von ihrer Candidate Experience im Social Web. Hinzu kommt die Mundpropaganda bei Familie und Freunden, die wie ein Schneeballsystem funktionieren kann: „Bei Unternehmen XYZ brauchst du dich gar nicht erst bewerben, ich habe noch nicht mal eine Eingangsbestätigung erhalten!“

Fazit

Wenn man tatsächlich nichts mehr voneinander hört, kann man wohl eher froh sein, denn niemand möchte einen verantwortungslosen Arbeitgeber oder Mitarbeiter.

Wir behandeln alle Bewerber mit Respekt und wollen jedem ein entsprechendes Feedback geben. Falls ihr doch nichts von uns hören solltet, dann liegt es auf jeden Fall nicht an euch, sondern an uns. Sagt man doch so, oder? ;-) Auch wir sind nicht perfekt. Ihr könnt unser Recruiting-Team einfach anschreiben oder anrufen und den Stand eurer Bewerbung abfragen.

Ihr wollt wissen, wie der Bewerbungsprozess bei uns abläuft? Wir haben schon ein paar Mitarbeiter nach ihren Erfahrungen gefragt, zum Beispiel  Luise, Philipp und Lars: 

 

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