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Kurort Seiffen goes Motocross!

EffiCon im Sportbereich
Veröffentlich am Tags: #TeamEffiCon #Mitarbeitervorstellung

Unser Mitarbeiter Felix Rösler verrät uns, wer oder was ihn zum MX-Sport gebracht hat, wo er den Sport in 10 Jahren sieht und wie es im Spielzeugland und Kurort Seiffen manchmal ganz schön zur Sache geht ;-)

Hallo Felix, wie bist du eigentlich zum Motorsport gekommen? Mittlerweile lebst du ja quasi, direkt an der Strecke ;-)

Zunächst möchte ich mich bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, mein schönes Hobby hier genauer vorzustellen und zu zeigen wie meine Freizeit meist aussieht. 
Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als ein Freund mit 11 Jahren ein Moped bekommen hat, da bereits sein Vater Motocrosser war und gemeinsam mit meinen Eltern den MSC Schwartenberg in Seiffen ins Leben gerufen hat. So hatten wir auch beide die Möglichkeit auf der nahegelegenen Motocrossstrecke erste Fahrversuche zu machen- dadurch war mein Benzin im Blut geweckt :) Zu Weihnachten 2002, als ich 13 Jahre war, bekam ich nun auch endlich mein erstes Motorrad- eine Yamaha YZ125. Auch heute trage ich wieder die Farbe Blau ;-)

Was war – gefühlt – Dein größter Erfolg? Was war Deine größte Niederlage?

Mein größter Erfolg war wohl der vierte Platz in der Gesamtwertung der Hobbyklasse in der Sachsenmeisterschaft 2014- ich hatte keine Ausfälle und Verletzungen und bin die Saison durchgängig gut gefahren, sodass die Jahresehrung im November ein wirklicher Erfolg für eine doch anstrengende Saison war.

Ein wenig anders verlief leider die Saison 2015. Zum vorletzten Rennen in Dahlen reisten wir bereits geschwächt an, da meine Freundin eine Weisheitszahn-OP hinter sich hatte, doch der Tag sollte auch leider für mich nicht gut enden. Auf Platz 3 in der Meisterschaft liegend, erlitt ich einen heftigen Sturz und der Renntag endete zur Untersuchung im Krankenhaus. Ich zog mir viele blaue Flecken und eine größere Verletzung im Ellbogen zu - somit war nicht nur der Renntag, sondern auch die Saison und die gute Platzierung „verspielt“- meine bisher größte Niederlage.

Auf welcher Strecke fährst Du am liebsten?

Jede Strecke hat natürlich so seinen Reiz und ich habe fast auf jede Strecke Lust, Sandstrecken liegen mir als Fahrer einer absoluten Hartbodenheimstrecke wie in Seiffen leider wenig, weswegen ich deutlich lieber auf Hartboden fahre. Auch schlechtes Wetter und viel Regen oder Schlamm stören mich dabei weniger und ich kann dann meist meine Stärken zeigen.

Welche Maschine fährst Du? (evtl. techn. Details) Und ist der MX-Sport heutzutage noch
finanzierbar?

Seit 2014 bin ich der Marke Yamaha treu geblieben und fahre momentan eine blaue Rakete, die Yamaha YZ250F, mit 250 Kubikzentimetern aus dem Baujahr 2015. Aufgrund des technischen Ausfalls in der letzten Saison und einer kompletten Motorüberholung, fahre ich nun mein aktuelles Motorrad das zweite Jahr. Geld regiert die Welt- so ist es leider teilweise auch beim Motocross, wobei es in den „kleineren“ Meisterschaften auch noch sehr stark auf den Fahrer ankommt- zum Glück. Leider ist es trotzdem ein sehr zeitaufwändiger und auch sehr teurer Sport, schließlich muss durch ganz Sachsen zu allen Rennen gereist, das Motorrad regelmäßig gewartet, Ausrüstung gekauft und Nenngeld bezahlt werden. Wie es auch bei anderen Dingen im Leben ist, kosten viele schöne Dinge auch viel Geld, ebenso dieser Sport, sodass es ohne Sponsoren sehr schwierig ist und man gerade am Anfang nicht nur die Unterstützung neben der Strecke durch die Familie braucht, sondern auch die ein oder andere Finanzspritze, wenn mal wieder etwas kaputt gegangen ist oder die Reifen abgefahren sind. Da freut man sich zu Weihnachten eben über neue Motocrossstiefel und eine neue Kombo :)

Wo siehst du den Motorcross-Sport in 10 Jahren?

Das ist sehr schwer zu sagen, weil es immer wieder neue Entwicklungen und Änderungen gibt. Leider muss man auch feststellen, was mir als neuen Vorsitzenden des MSC Schwartenberg nun noch mehr auffällt, dass es die Vereine und Austräger der Rennen von Jahr zu Jahr schwerer haben. Die Ausgaben werden stets höher- die Zuschauerzahlen oft geringer und es ist auch schwerer neue Mitglieder zu gewinnen. Da heißt es viel viel Werbung und einen guten Zusammenhalt innerhalb des Vereins, um Veranstaltungen durchführen zu können. Da es keine Vereinspflicht für Fahrer gibt, werden Vereine zumindest in Sachsen leider bisher wenig zusätzlich unterstützt. Es ist also zu hoffen, dass auch in den nächsten Jahren noch viele Vereine sich diese große Aufgabe zumuten und der Motocross-Sport besser unterstützt wird. Zu vermuten ist auch, dass ähnlich wie im Automobilsektor neue Entwicklungen Einzug halten und es an der Strecke ruhig wird, weil nur noch Elektromotorräder gefahren werden.

Wie sieht ein klassisches MX-Wochenende bei Dir aus?

Mein Wochenende beginnt damit, dass am vorherigen Wochenende oder am Freitag das Motorrad und die Ausrüstung vorbereitet wird. Am Vorabend wird dann alles gepackt und soweit für die Abreise am nächsten Tag vorbereitet. Am eigentlichen Renntag heißt es dann eher frühes Aufstehen (ja der Wecker klingelt meist viel eher als unter der Woche) und auf ins Auto und auf die Straße. Schließlich kann eine Strecke auch mal über zwei Stunden Fahrzeit entfernt sein. Mit Freundin und Familie auf der Strecke angekommen, wird sich im Fahrerlager eingerichtet, angemeldet und das Motorrad zur Technischen Abnahme vorgestellt. Danach heißt es schnell ein kohlenhydratreiches Frühstück zu sich nehmen und ab aufs Motorrad für das freie Training, das anschließende Zeittraining und am Nachmittag die beiden Wertungsläufe. Am Ende des Tages ist hoffentlich alles ganz (auch der Fahrer ;-) ) und genügend Punkte geholt, um bei der Siegerehrung aufs Podest zu klettern. Danach geht es erschöpft auf den Heimweg, wo sich das Ausladen und Kärchern des Motorrads samt Ausrüstung anschließt - manchmal findet man auch beim nächsten Rennen noch Dreck vom letzten Rennen- Ja, so ein Motocrosswochenende ist sehr kurz und oftmals zu kurz, um alles zu erledigen.

Wie bereitest Du dich auf ein Rennwochenende vor? (Training, Ernährung etc.)

Die Vorbereitung sieht zeitbedingt teilweise sehr unterschiedlich aus. Ich versuche so oft wie möglich Krafttraining zu Hause zu machen und meine Ausdauer beim Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen und im Winter beim Ski fahren zu trainieren. Ehrlich gesagt gibt es aber auch Zeiten, in denen man weniger trainiert. Meine Ernährung ist nicht besonders. Ich esse normal und so gesund es geht, verbiete mir aber nichts. Aber auch ich bin etwas abergläubisch und so darf an einem Rennwochenende mein obligatorisches Obst-Joghurt- Müsli zum Frühstück und mein Eiweißshake zwischen den Wertungsläufen nicht fehlen. Ansonsten bin ich da relativ anspruchslos und kann so gut wie alles zwischen den Läufen essen (andere Fahrer essen an solchen Tagen sehr wenig oder nichts)

Du trägst ja nun die Verantwortung für die Rennstrecke, in Seiffen. Welche Aufgaben hast
Du als „Vereinspräsident“ vom MSC Schwartenberg?

Die Aufgaben beschränken sich vor allem auf die erste Jahreshälfte. Es müssen Anträge an sämtliche Behörden gestellt, unzählige Anrufe getätigt, Helfer und Mitglieder mobilisiert und Nennungen bearbeitet werden - da wird die Freizeit nach der Arbeit zur reinen Vereinssache. Das A und O dabei ist die Aufgabenverteilung, da der Tag nunmal nur 24h hat. Nach und vor den Rennen werden dann auch Arbeitseinsätze organisiert und anfallende Sachen bearbeitet und besprochen, ebenso wie Trainingswochenenden auf der Motocrossstrecke in Seiffen geplant, Werbung auf Social Media natürlich einbegriffen.

Welche Veranstaltungen organisiert Ihr im Jahr und was kann man da erleben?

Wir organisieren als Verein MSC Schwartenberg e.V. in Seiffen bereits seit vielen Jahren jährlich zwei Rennen. Im Mai/Juni heißt es immer an einem Wochenende: „Motocross in Seiffen“. Dabei wird die Flöhapokalserie und Sachsenmeisterschaft mit vielen verschiedenen Klassen durchgeführt. Dieses Jahr fanden nun zum 27. Mal Motocrossrennen statt, in diesem Jahr Läufe der Sachsenmeisterschaft und der LVMX Seitenwagen, bei welchen alle Klassen vertreten waren, von 6-jährigen Kids, über die Ladys, bis hin zu den „älteren Herren“ über 45 Jahren und eben Seitenwagen und Quads.

Ende Juni findet in Zschopau bei Chemnitz das „Classic Zschopau“ statt. Hier fahren um die 300 Starter am Rennsonntag im Sinne einer Gleichmäßigkeitsfahrt mit historischen Rennfahrzeugen von 1920 bis 1990 und es gehen dabei auch große Namen, wie beispielsweise der zweimalige DDR-Meister Heinz Rosner, an den Start.

Über welche Kanäle kann man Neuigkeiten von Euch erhalten? (Facebook, Instagram,
Website etc.)

Informationen über unsere Veranstaltungen, den Verein im Allgemeinen und mögliche Trainingstermine auf unserer Motocrossstrecke findet man auf unserer Vereinshomepage  und bei Facebook unter MSC Schwartenberg e.V.

Wir würden uns über den ein oder anderen neuen Zuschauer oder sogar ein neues Vereinsmitglied sehr freuen.

 

Vielen Dank für deine Vorstellung Felix, wir wünschen dir und dem Verein weiterhin gutes Gelingen und eine erfolgreiche Saison!

Sollten wir euer Interesse am Motorsport geweckt haben, meldet euch beim MSC und folgt uns um weiterhin auf dem laufenden zu bleiben. Oder schaut direkt vorbei, am 12./13. Mai 2018 findet das 27. Motocross-Event in Seiffen statt, mehr Infos HIER

 

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