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Recruiting: Was Bewerbern wichtig ist - Teil 2

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Veröffentlich am 2020-12-16 10:02:00 Tags: #hr

Der Bewerbungsprozess: das Herzstück des Recruitings. Für Unternehmen gilt es hier die geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen aus dem Pool der Bewerbenden herauszufiltern. Für die Gegenseite besteht im Prozess die Chance, das Unternehmen genauer kennenzulernen und zu evaluieren, ob Job und Arbeitgeber den eigenen Vorstellungen entsprechen. Unternehmen haben oft hohe Erwartungen an Ihre zukünftigen Mitarbeitenden. Klar: Ein Bewerbungsprozess ist aufwendig und der Unternehmenserfolg hängt davon ab, ob ausgeschriebene Stellen optimal besetzt werden oder nicht. Um das richtige Personal zu gewinnen, darf der Arbeitgeber aber nicht nur fordern, sondern muss auch liefern. Nur so lassen sich High Potentials an das Unternehmen binden. Dabei gilt es viele No Gos und Fettnäpfchen zu beachten. Eine Studie von Softgarden mit über 6700 Teilnehmenden hat diese genauer unter die Lupe genommen. Während es im ersten Teil vor allem um den Aufbau von Stellenanzeigen und Karriereseiten ging, sollen heute das Bewerbungsverfahren und das Jobinterview als wichtigster Bestandteil in den Fokus gerückt werden.

Wie werden Interessierte zu Bewerbenden und Bewerbende zu Teammitgliedern?

Wichtige Aspekte während des Prozesses:

  • Formen und Formulare für die Online-Bewerbung: Heutzutage wird es wohl kein Unternehmen mehr geben, das noch nicht auf einen elektronischen Bewerbungseingang zurückgreift. Bewerbungsschreiben per Post sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Art und Weiße der Online-Bewerbung wird aber sehr unterschiedlich ausgelebt. Von der Bewerbung per Mail, über ein Online-Formular auf der Website bis hin zur Bewerbung mit dem eigenen Social-Media-Profil gibt es verschiedenste Möglichkeiten. Die Optionen bringen Vor- und Nachteile und können durchaus auch zum Stolperstein für eine mögliche Bewerbung werden. In der Softgarden-Studie geben 36% der Teilnehmenden an, sich in jedem Fall bei passender Stelle zu bewerben. Heißt im Umkehrschluss: Die große Mehrheit überlegt es sich bei komplizierten Verfahren schon einmal genauer, ob sie die Zeit investieren wollen. Mit dieser Problematik beschäftigt sich EffiCon schon länger und wir versuchen die Bewerbung bei uns so einfach wie möglich zu gestalten. Zum einen verwenden wir ein kompakt aufgebautes Formular, welches auf viele Seiten und Felder verzichtet und somit eine Bewerbung mit wenigen Klicks ermöglicht. Zum anderen können Kandidaten sich über mehrere Kanäle bei uns bewerben. Ob Website, Xing, Linkedin oder sogar Facebook: Alles ist möglich und kein Kanal wird bevorzugt.
  • Anschreiben: Das Anschreiben ist bei sehr vielen Unternehmen noch obligatorischer Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. In Fachkreisen wird allerdings schon länger über die Aussagekraft und den damit verbundenen Nutzen eines solchen Schreibens diskutiert. Sehen Bewerbende ein Anschreiben also nur als unnötige Hürde an? Ganz so ist es (noch) nicht. Die Mehrzahl sieht keinen Unterschied darin, ob ein Schreiben verlangt wird oder nicht. Allerdings sagen 44%, dass sie sich eher bewerben würden, wenn auf ein Motivationsschreiben verzichtet wird. Jeder Arbeitgeber sollte also ganz genau validieren, wie viel Nutzen er aus dem Schreiben ziehen kann. Bei EffiCon ist ein Anschreiben nicht gefordert. Erster Anlaufpunkt für uns ist der Lebenslauf. Die Motivation und das Interesse an der Stelle ermitteln wir dann lieber persönlich in einem kurzen Telefoninterview.
  • Schnelligkeit im Prozess: Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Der Bewerbungsprozess ist davon natürlich nicht ausgenommen. Gerade Online sind wir Schnelligkeit inzwischen gewohnt. Zeitaufwendige Prozesse stoßen deshalb oft auf Unverständnis und Ungeduld. Das spiegelt sich klar in der Studie von Softgarden wider. Die Mehrheit möchte maximal zehn Minuten bei der Online-Bewerbung Ein Viertel ist noch dazu bereit, bis zu 20 Minuten zu investieren. Die Studie zeigt auch: Bewerbende werden immer ungeduldiger: Seit 2019 ist Anteil der Bewerbenden mit einer maximalen Bereitschaft von zehn Minuten um 14% auf fast 60% gestiegen. Unternehmen müssen hier also unbedingt ihre Modelle anpassen, um nicht aus der Zeit zu fallen. Einen entscheidenden Geschwindigkeitsvorteil können auch die richtigen Schnittstellen bringen. EffiCon grift im Bewerbungsprozess auf Schnittstellen mit Xing, Dropbox und One Drive zurück, damit Kandidaten Ihren Lebenslauf einfach und schnell hochladen können.
  • Zeit zwischen den einzelnen Schritten: Vom Bewerbungseingang bis zum ersten Gespräch und von da zu einem möglichen Angebot kann es durchaus ein langer Weg werden. Um im Rennen um die High Potentials und Professionals zu bleiben, sollten Unternehmen den Bogen aber nicht überspannen und die Zeit zwischen den einzelnen Steps klein halten. Auch hier steigt der Bedarf nach einer schnellen, bis sehr schnellen Reaktion, allerdings nicht so gravierend wie bei der Online-Bewerbung. Trotzdem geben 60% der Befragten an eine Reaktion innerhalb von ein bis zwei Wochen zu erwarten. Bei EffiCon bemühen wir uns, allen Bewerbenden innerhalb einer Woche ein erstes Feedback zukommen zu lassen und ein kurzes Telefoninterview durchzuführen, bei dem auch die nächsten Schritte im Prozess erklärt werden. Außerdem ist es uns wichtig im Ablauf des Bewerbungsverfahrens so viel Transparenz wie möglich zu schaffen. Denn wie in Teil 1 erkennbar wurde, führt dies zu mehr Geduld und Vertrauen auf Bewerberseite.

 

Wichtige Aspekte für das Bewerbungsgespräch

Das Jobinterview ist der wohl wichtigste Kontaktpunkt im Bewerbungsverlauf und das für beide Seiten. Hier gilt es nicht nur, sich einen genauen und aufschlussreichen Eindruck über die Bewerbenden zu verschaffen, sondern Wunschkandidaten von sich und der Stelle zu überzeugen. Viele Unternehmen unterschätzen den Impact des Gespräches auf die Unternehmenswahrnehmung, dabei trägt das Jobinterview schon in hohem Maße zum Employer Branding bei. Die meisten Unternehmen haben natürlich verinnerlicht, dass ein professionelles Auftreten essenziell ist. Trotzdem gibt es so einige Fallstricke. Welche den Bewerbenden besonders sauer aufstößt, lässt sich gut aus der Softgarden-Studie entnehmen:

  • Besonders kritisch sehen es Bewerbende, wenn ihr Gegenüber nicht genau erklären kann, wie der Job zusammengesetzt ist und wie die Aufgaben im Detail gestaltet sind. Über 80% der Befragten würden sich in diesem Fall gegen das Jobangebot Es ist also unabdingbar, dass Arbeitgeber ein konkretes Bild zur Stelle vermitteln und auch auf gezielte Nachfragen reagieren können.
  • Eine ähnliche Ablehnungsrate kommt zustande, wenn die Interviewer dem Bewerbenden ein Gefühl der Unterlegenheit Über dreiviertel der Teilnehmenden sprechen sich in diesem Fall gegen einen Einstieg beim Unternehmen aus. Ein Umgang auf Augenhöhe ist deshalb sehr wichtig und sollte selbstverständlich sein.
  • Knackpunkt im Bewerbungsprozess ist oft das Gehalt. Wichtig ist nicht nur, dass sich Kandidat und Arbeitgeber in der Höhe einigen können, sondern auch, dass das Unternehmen transparent mit diesem Thema umgeht. Keine klaren Aussagen oder Uneindeutigkeiten führen zu einer Ablehnungsrate von fast 70%.
  • Das Bewerbungsgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Mit dieser Intention sollten alle Beteiligten das Gespräch bestreiten. Eine zu große Selbstbezogenheit und ein vom Bewerbenden wahrgenommenes Desinteresse an der Person sorgt deshalb für eine hohe Ablehnung von 68%.
  • Schon in Teil 1 haben wir gesehen, wie wichtig Unternehmensbewertungen mittlerweile sind. Unternehmen sollten sich dazu positionieren können. Auch oder vor allem zu negativen Kritiken. Eine ausweichende Reaktion empfinden knapp 59% als Grund ein Jobangebot auszuschlagen.
  • Relativ tolerant sind Bewerbende beim Thema Pünktlichkeit. Eine Minderheit von knapp 44% sieht in langen Wartezeiten beim Gesprächstermin einen Grund sich gegen das Unternehmen zu entscheiden. Die Mehrzahl verzeiht also eine gewisse Unpünktlichkeit, wenn das Jobinterview ansonsten nach Ihren Vorstellungen verläuft.

 

Der zweite Teil der Studie von Softgarden zeigt deutlich, dass im Bewerbungsprozess sehr viele Stellschrauben existieren, die über eine positive oder negative Candidate Experience entscheiden können. Wichtig für Unternehmen ist es vor allem, ihr Bewerbungsverfahren fortlaufend zu validieren, zu hinterfragen und zu optimieren. Dabei sollte immer das Feedback der Kandidaten einbezogen werden. So lassen sich das Bewerbungserlebnisse stetig verbessern und Bewerbende noch besser vom Unternehmen überzeugen.

Allerdings lassen sich manche Vakanzen selbst durch die tollste Anzeige einfach nicht besetzen. Das passiert immer häufiger, da viele Fachkräfte fehlen. Das ist aber nicht schlimm, denn hier kommen wir ins Spiel. Sie benötigen Hilfe bei der Stellenbesetzung? Kein Problem: Rufen Sie uns an oder füllen Sie einfach das Formular auf unserer Homepage aus und wir kontaktieren Sie umgehend.

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