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Chatbots im Recruiting

Veröffentlich am 13.03.2020 Tags: #HR #Branchennews

Kennt ihr noch Karl Klammer? Wenn nicht, fühlen wir uns gerade wirklich alt.

Zur Erklärung: das ist diese Büroklammer, die früher immer von innen gegen den Computerbildschirm gehämmert hat, wenn man mit Word gearbeitet hat. Im Prinzip war Karl der Vorbote, bevor sich die komplette Formatierung zerschossen hat, nur weil man Enter gedrückt hat. Ihr kennt das! ;-) Die kleine Klammer wollte uns immer hilfreiche Tipps geben und hat mit uns kommuniziert. Ziemlich fortschrittlich, wenn man darüber nachdenkt.

Über 20 Jahre später wurde „Clippy“, wie Karl liebevoll genannt wird, zwar von Microsoft aus dem Office verbannt, nun hat der Microsoft Agent aber inzwischen einige Geschwister und entfernte Verwandte bekommen. Mittlerweile werden auf sämtlichen Websites sogenannte Chatbots integriert, die den Erstkontakt mit den Besuchern der Homepage übernehmen sollen. Ob bei Fragen zu den Produkten oder zum Bewerbungsprozess - Anilina, Bobby, KATY und E-Von (um nur einige Chatbos zu nennen) stehen 24/7 zur Verfügung.

Bestimmt ist es euch schon oft aufgefallen, dass sich meist unten rechts auf dem Bildschirm ein Chatfenster öffnet und man direkt eine Nachricht erhält, wie und ob man helfen könne. Wenn man nun eine Frage stellt, antwortet kein Mensch, sondern ein Chatbot, der mit allen möglichen Fragen gefüttert wurde. Dank künstlicher Intelligenz sendet er in der Regel die richtige Antwort. Und was soll man sagen…die Systeme werden immer schlauer. Coole Sache, oder? Ja und nein. Speziell im Bewerbungsprozess kommt die automatische Antwort laut Studien gar nicht gut an. Wenn der Chatbot dann auch noch als realer Ansprechpartner getarnt wird, leidet die Glaubwürdigkeit des Unternehmens stark. Künstliche Intelligenz hat ja auch seine Grenzen. Für einfache Standardfragen mag ein Chatbot geeignet sein, sobald das Thema aber komplexer wird, ist der Bot schnell mit dem Latein am Ende. Wenn man also einen Chatbot einsetzt, dann sollte man das auch deutlich machen. Andernfalls könnte sich der Bewerber schnell veräppelt vorkommen, sobald die Tarnung auffliegt. Inzwischen gibt es sogar Roboter-Recruiter, die die Vorauswahl der Bewerber übernehmen.

chatbot1

Das Thema Digitalisierung ist längst nicht mehr neu, aktuell wird noch immer alles digitalisiert, was bei drei nicht auf den Bäumen ist. Grundsätzlich ist das natürlich richtig und wichtig. Warum haben wir dann keinen eigenen Chatbot? Nehmen die Roboter und jetzt auch noch die Arbeit weg? Nein, wir verlassen uns hier lieber (noch) auf den gesunden Menschenverstand. Manchmal ist eben analoger Kontakt einfach besser. Bitte schickt uns trotzdem auch weiterhin KEINE POSTALISCHE BEWERBUNGEN! Für die Umwelt…und für unsere Arbeitszeit... wir müssen die Unterlagen sonst nämlich digitalisieren. ;-)

Unser Fazit: Digitalisierung ist super. Aber wir finden auch, dass die menschliche Kommunikation immer im Vordergrund stehen sollte. Und mal ehrlich: Wer will schon mit einer Maschine chatten, wenn man auch direkt mit unserem gut gelaunten Recruiting-Team  sprechen kann?

Wir freuen uns auf eure Fragen, die wir gern persönlich beantworten…klingelt einfach durch! ;-)

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